April 17, 2022

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Um die Entzündungsreaktionen auf dem Kopf zu reduzieren ist es notwendig neben den antientzündlichen Maßnahmen von innen heraus zusätzlich, die Entzündungen topisch, d.h. von außen, örtlich zu behandeln. Neben den klassischen medizinischen Mitteln, die meist auf synthetisch hergestellten Glucocorticoiden wie bspw. Cortison basieren, gibt es auch zahlreiche natürliche Mittel, die eine antientzündliche Wirkung haben. Eines davon ist Kurkuma.

Kurkuma ist ein Gewürz, das auf natürliche Art und Weise antioxidativ und entzündungshemmend wirkt und zählt zu den Ingwergewächsen. Die zahlreichen positiven Wirkungen sollten dir mittlerweile auch bekannt sein, denn auch Kurkuma hat in den letzten Jahren seinen Hype erfahren und ist mittlerweile ein gefragtes Lebensmittel. Falls nicht, kannst du hier nachlesen was sich alles dahinter versteckt. Google kann dir aber auch noch weitere wissenswerte Quellen aufzeigen.

Hier möchte ich dir kurz beschreiben, wie du dir einen Kurkuma-Sud vorbereiten und auf deinen betroffenen Stellen anwenden kannst.

Wie bereite ich meinen Kurkuma-Sud vor?

Du kannst ganz einfach ca. 15 - 20 g Kurkumawurzel ungeschält in kleine Stückchen schneiden. Dazu ist keine besondere Form der Stückchen notwendig, es geht einfach nur darum die Oberfläche zu erhöhen, sodass beim nachfolgenden erhitzen möglichst viel im Wasser gelöst werden kann. Anschließend fügst du ca. 250 - 350 ml Wasser hinzu und erhitzt das Wasser mit den Kurkumawurzeln in einem Topf auf ca. 95 °C. Es sollte nicht kochen oder zumindest nicht lange kochen. Alternativ und noch schneller kannst du natürlich auch einfach den Wasserkocher benutzen und das erhitzte Wasser in einem Topf mit den zerkleinerten Kurkumawurzeln geben.

Wie erfolgt der Auftrag des Kurkuma-Suds auf die betroffenen Stellen?

Da der Kurkuma-Sud sehr flüssig und heiß ist, habe ich mir ein kleines Handtuch genommen, welches ich von nun als mein “Kurkuma-Handtuch” deklariert habe. Einfach das Handtuch in den Kurkuma-Sud eintauchen, etwas auswringen und auf die betroffenen Stellen auf dem Kopf legen. Du kannst das Handtuch dann auch leichter fixieren, sodass du auch noch andere Dinge tun kannst, während der Sud einwirkt. Du wirst ein bisschen hin und her probieren müssen, bis du die richtige Menge im Handtuch gefunden hast und du das Handtuch auf deinem Kopf gut platziert und einigermaßen fixiert bekommst. Aber ich denke du wirst das schon sehr gut schaffen. Wichtig hierbei: Der Kurkuma-Sud färbt stark ab! Der im Kurkuma befindliche Farbstoff färbt dein Handtuch (und deine Hände) in gelblicher Farbe. Ich für meinen Teil habe es auch nicht mehr aus den Handtüchern herausbekommen. Also überlege dir gut welches Handtuch du fortan als dein “Kurkuma-Handtuch” verwenden möchtest.

Wie lange muss der Kurkuma-Sud einwirken?

Eine exakte auf die Minute genaue Dauer kann ich dir hierfür nicht geben. Am Ende möchtest du damit dein Ziel erreichen und die Entzündungen an deinen betroffenen Stellen lindern. Ich denke ein guter Daumenwert sind ca. 10 - 15 Minuten für eine Anwendung. Danach würde ich das Handtuch wieder in den Kurkuma-Sud eintauchen und erneut auf den betroffenen Stellen platzieren. Ich habe meistens drei bis vier Durchgänge ausgeführt. Danach war der Kurkuma-Sud soweit abgekühlt, dass er nur noch etwas über Raumtemperatur war und ich das Handtuch mit dem Sud als etwas unangenehm empfunden habe.

Wann ist der beste Zeitpunkt den Kurkuma-Sud aufzutragen und wie häufig sollte ich das tun?

Wann du deine Kurkuma-Sud Anwendung durchführst hängt natürlich von deinen persönlichen Vorlieben ab. Ähnlich wie beim Einweichen der Verkrustungen mit Öl bieten sich der Morgen oder der Abend an, um eine Kurkuma-Sud Anwendung in deine persönlichen Routinen zu integrieren. Ich habe mich für den Abend entschieden, da der Kurkuma-Sud stark abfärbt und dadurch auch meine Hände immer gut gelblich eingefärbt hat. Natürlich hat sich auch meine Kopfhaut etwas verfärbt. Da fande ich es praktischer, das Abends vor dem zu Bett gehen zu machen, da ich mir dann keine Gedanken darum machen musste, ob ich irgendwo gelbliche Farbreste übrig gelassen habe. Stattdessen sind die bei der morgendlichen Dusche mit abgewaschen worden. Nachteilig kann aber sein, dass ggfs. dein Kopfkissen oder deine Decke etwas gelbliche Farbe abbekommen. Ich für meinen Teil konnte damit aber sehr gut leben. 

Gibt es einen Unterschied zwischen frischem und getrocknetem Kurkuma?

Ob es einen Unterschied in der antientzündlichen Wirkung zwischen der Verwendung von frischem Kurkuma oder Kurkumapulver gibt kann ich nicht sagen. Ich habe mich jedoch für frischen Kurkuma entschieden, da der Kurkuma-Sud wenn er mit Kurkumapulver hergestellt wird zu einer echt großen Sauerei wird und meiner Meinung nach nicht dazu beiträgt, dass man diese Prozedur wiederholen möchte. Mit frischem Kurkuma fährst du hierbei also deutlich besser.

Wasche ich mir die Haare nach der Anwendung mit dem Kurkuma-Sud?

Dazu kann ich dir keine klare Antwort geben. Natürlich kannst du dir die Haare direkt nach der Anwendung mit dem Kurkuma-Sud auswaschen. Allerdings wäschst du dann auch möglicherweise verbleibende Wirkstoffe auf der Kopfhaut mit ab. Ich habe mir die Haare danach nicht ausgewaschen und stattdessen verbleibende “Rest-Wirkstoffe” einfach über Nacht weiter einwirken lassen. Zumindest habe ich es mir unter diesem Aspekt vorgestellt. Mit der morgendlichen Haarwäsche war bei mir dann alles wieder “auf Null” und ich konnte getrost morgens zu Arbeit fahren.

Wie häufig sollte ich den Kurkuma-Sud anwenden?

Muss ich mir also jetzt jeden Tag ein Handtuch voll mit Kurkuma-Sud auf den Kopf legen? Und das vermutlich noch zusätzlich zu täglichem Kokosöl, welches ich mir in die Haare schmiere? Nein, musst du vermutlich nicht. Wie schon beim lösen der Verkrustungen kommt es entscheidend darauf an, dass du das Prozedere gut in deinen Alltag integrieren kannst. Kontinuität schlägt hier meiner Meinung nach Frequenz deutlich. D.h. es ist sehr wahrscheinlich besser, wenn du drei oder vier Mal pro Woche über einen Zeitraum von mehreren Monaten die Kurkuma-Sud Anwendungen durchführst als wenn du es eine Woche jeden Tag machst und danach aufhörst, weil du keine Ergebnisse siehst. Überlege dir und probiere aus, ob diese Anwendung etwas für dich ist, wie du sie am besten in deinen Alltag integrieren kannst, sodass du am Ball bleibst und eine Routine entwickelst. Wenn du über einen längeren Zeitraum feststellst, dass dir das ganze nichts bringt, dann kannst du es immer noch sein lassen.

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